Vibrationsplatten-Training – was bringt Dir das Training auf der Rüttelplatte?

Es sollen die Muskeln und das Bindegewebe gestärkt werden; sogar die Pfunde sollen angeblich purzeln. Und das alles nur, indem wir uns auf eine Platte stellen die vibriert. Wir schauen uns heute den Fitnesstrend „Vibrationsplatten-Training“ einmal genauer an: Was ist Vibrationstraining, wo kommt das her und nimmst Du wirklich schneller damit ab? Ist das Training auf einer Vibrationsplatte effektiver oder ist es geeignet für faule Menschen, die die sportliche Betätigung scheuen? Die recht gängige Bezeichnung Power Plate ist übrigens lediglich der Markenname des bekanntesten Herstellers – Rüttelplatten gibt es längst von etlichen Herstellern auf dem Markt.

Die Anfänge des Vibrationsplatten-Trainings

Begonnen hat das Vibrationstraining – welches auch als Whole Body Vibration (WBV), stochastisches Resonanztraining oder Beschleunigungstraining bezeichnet wird – in den 70er-Jahren. Die Vibrationstechnologie soll beim Training von Astronauten eingesetzt worden sein, um dem Knochen- und Muskelschwund durch die Schwerelosigkeit im All entgegenzuwirken. Zu Beginn wurde das Vibrationstraining vor allem bei Leistungssportlern angewendet, um ihnen zu schnellerem Muskelwachstum zu verhelfen. Erst seit einigen Jahren werden die Platten, die eine hochfrequente, dreidimensionale Vibration erzeugen, auch immer mehr in Fitnessstudios eingesetzt. Das Rütteln der Platte bewirkt eine reflektorische Reaktion der Muskeln; das heißt, die Muskeln versuchen umgehend, diese Mini-Erschütterungen auszugleichen und somit den Körper in Balance zu halten. Dabei werden nicht nur große Muskelketten angesprochen, sondern auch die wichtige Tiefenmuskulatur. Diese Information macht das Ganze für mich in der Tat spannend.

AsVIVA Rüttelplatte

Wann macht ein Training mit der Vibrationsplatte für Dich Sinn?

Wer sich jetzt denkt „Ach fein, ich stell mich da also mal 10 Minuten drauf und schon werde ich schlanker und stärker“, dem sei gesagt, dass die Sache nicht ganz so einfach ist, wie sie oftmals angepriesen und vermarktet wird. Die Aussagen über die Effektivität eines Vibrationsplatten-Trainings sind daher also immer mit einer gesunden Skepsis zu betrachten. Zumindest wenn vollmundig von sensationellen Abnehmerfolgen innerhalb kürzester Zeit oder Ähnlichem die Rede ist. Aber das sollte man eigentlich als vernünftig denkender Mensch immer – oftmals sind das nur Marketing-Sprüche. Wo so ein Vibrationstraining allerdings auf jeden Fall sinnvoll ist, das ist im Bereich der Rehabilitation. Über so eine Rüttelplatte die Muskeln anzusprechen, die wieder aufgebaut oder gekräftigt werden sollen, ist sicherlich ein unumstritten positiv zu bewertender Ansatz. Ebenso werden die Koordinationsfähigkeit sowie der Gleichgewichtssinn mit so einer schnell schwingenden Platte angesprochen und können gezielter trainiert werden.

Auch für den Sportler, der abseits seines Trainings nochmal gezielter am Aufbau und an der Stärkung bestimmter Muskelketten oder Körperbereiche arbeiten möchte, hat es Vorteile. Er kann sich, zusammen mit einem qualifizierten Trainer, sicherlich ein hilfreiches Zusatztrainingsprogramm mithilfe der Vibrationsplatte zusammenstellen.

Wer sich allerdings einen superschnellen Abnehmeffekt davon verspricht oder das Vibrationstraining als (faulen) Ersatz für sein eigentliches Training hernehmen möchte, dem sei zur Vorsicht geraten. Es ist nicht anzunehmen, dass durch dieses Training die Pfunde auf Befehl oder deutlich schneller schmelzen. Und auch als alleiniges Training ist es eher nicht sinnvoll, als gezielte Ergänzung zu Deinem sonstigen Sportprogramm und kombiniert mit funktionellen Übungen jedoch schon.

Und was ist von diesem Mythos zu halten, dass das Vibrationstraining auch das Bindegewebe deutlich straffer macht? Diese Aussage ist zumindest mit Vorsicht zu genießen, denn ein schwaches Bindegewebe ist zu 60 bis 80 Prozent genetisch bedingt (sorry Ladies). Das Gewebe wird zwar zu einem gewissen Teil gestrafft, aber bereits vorhandene Cellulite kann damit nicht komplett „wegtrainiert“ werden.

Für wen eignet sich das Vibrationsplatten-Training nicht?

Es gibt einige Personengruppen beziehungsweise Krankheitsbilder, da wird davon abgeraten, mit einer Vibrationsplatte zu trainieren:

  • Patienten mit akuten Rückenbeschwerden

  • Thrombose-Patienten, Epilepsie-Patienten oder Menschen mit kardiovaskulären Vorerkrankungen

  • Schwangere

  • Kinder und Jugendliche unter 13 Jahre, weil bei Ihnen die Muskulatur noch nicht fertig ausgebildet ist

  • Menschen mit absolut untrainierter Muskulatur sollten ebenfalls nicht mit dem Vibrationstraining beginnen, da ihre zu schwachen Muskeln die Vibrationen nicht korrekt abfangen können Menschen mit Osteoporose kann das Vibrationsplatten-Training helfen – WENN sie sich von einem Profi und Fachkundigen anleiten lassen. Denn hier ist es besonders wichtig, dass ein Experte die Frequenz der Schwingungen richtig dosiert, damit die Knochen nicht durch eine zu hohe Belastung brechen.

Tipps für das Vibrationsplatten-Training

  • Anfänger lassen sich am besten von einem Trainer fachkundig anleiten. Eine professionelle Einweisung in die Vibrationsplatten-Übungen, laufende Korrekturvorschläge vom Trainer sowie eine sinnvolle Übungszusammenstellung sind hierbei unerlässlich.

  • Regelmäßige, kleine Trainingseinheiten (zwei- bis dreimal die Woche) sind besser als eine lange Einheit.

  • Nicht mit dem Kopf auf die Vibrationsplatte legen und immer genügend Regenerationszeit zwischen den Trainingssessions einhalten.

  • Besprich Deine Ziele mit einem Trainer, der dann mit Dir zusammen die passenden Übungen raussucht und Deine Haltung auf der Vibrationsplatte korrigieren kann, um Fehlbelastungen oder gar Verletzungen zu vermeiden.

  • Kombiniere das Vibrationsplattentraining mit Deinem anderen Ausdauer- und Kraftsport.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass das Vibrationsplatten-Training als eine interessante Ergänzung zu Deinen sonstigen Sportaktivitäten eingesetzt werden kann. Es lassen sich damit, unter fachmännischer Anleitung, gut bestimmte Muskelgruppen und besonders die tieferliegende Stützmuskulatur ansprechen und trainieren. Von Alleingängen ohne Traineranleitungen ist eher abzuraten, da gerade die korrekte Ausführung und die Auswahl der für Dich passenden Übungen das Training auf einer Rüttelplatte erst so richtig effektiv machen.

Die Autorin - Melanie

Blog-Autorin Melanie Benthin

Melanie ist freiberufliche Texterin & Korrektorin. Sie betreibt Funktional Fitness und ab und an auch mal eine Einheit Crossfit. Lieblingsübung: Deadlifts. Ansonsten mag sie Vini-Yoga, ist Katzenfreundin und Matcha- und Espresso-Fan.

 

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