Rudergerät oder Laufband – die Frage kommt meist, wenn Platz für genau ein Gerät ist. Beide trainieren die Ausdauer, aber sie tun es mit unterschiedlichen Muskeln, unterschiedlicher Gelenkbelastung und sehr unterschiedlichem Platzbedarf. Der Unterschied ist größer, als er auf den ersten Blick wirkt.
Der Unterschied in einem Satz
Rudern zieht mit dem ganzen Körper, Laufen trägt den ganzen Körper. Beim Rudern arbeiten rund vier Fünftel der Muskulatur mit, ohne dass ein einziger Stoß auf die Gelenke kommt. Beim Laufen arbeiten vor allem die Beine – dafür ist die Bewegung die alltagsnächste, die es gibt.
Rudergerät oder Laufband – die Unterschiede im Überblick
| Merkmal | Rudergerät | Laufband |
| Beteiligte Muskeln | Beine, Gesäß, Rücken, Rumpf, Arme, Schultern | Beine, Gesäß, Rumpf |
| Aufprall auf die Gelenke | keiner | bei jedem Schritt |
| Gerätegewicht (unsere Geräte) | 29 – 50 kg | 94 – 218 kg |
| Aufstellmaß | 195 – 272 cm lang, 52 – 116 cm hoch | 157 – 208 cm lang, 144 – 168 cm hoch |
| Verstauen | klappbar, teils senkrecht abstellbar | teils klappbar, bleibt sperrig |
| Technik nötig | ja – Reihenfolge Beine, Rumpf, Arme | nein – jeder kann gehen |
| Überträgt sich auf | Rudern, Kraftausdauer, Haltung | Laufen draußen, Wandern, Alltag |
Warum das Gewicht hier so weit auseinanderliegt
Ein Laufband muss einen Menschen tragen, der mit dem Zwei- bis Dreifachen seines Körpergewichts aufkommt – dafür braucht es Rahmen, Dämpfung und Motor. Deshalb wiegen unsere Laufbänder zwischen 94 kg (Smart T18 Pro) und 218 kg (Studio Pro T22). Ein Rudergerät trägt nichts, es hält nur Zug aus: Das Wasser-Rudergerät RA18 kommt mit 29 kg aus und lässt sich senkrecht in die Ecke stellen. Wer sein Gerät zwischen den Einheiten wegräumen will, hat hier keine echte Wahl.
Vorteile eines Rudergeräts gegenüber dem Laufband
- Ganzkörper in einer Bewegung. Beine drücken, Rumpf öffnet, Arme ziehen – nacheinander in einem Zug. Kaum ein anderes Ausdauergerät bindet so viel Muskulatur ein.
- Kein Stoß. Für Knie, Hüfte und Sprunggelenk ist Rudern eine der schonendsten Belastungen überhaupt.
- Es verschwindet. 29 bis 50 kg, klappbar, teils senkrecht abstellbar.
- Es trainiert die Rückseite. Rücken und hintere Schulter kommen im Alltag zu kurz – genau die arbeiten beim Ziehen.
Nachteile eines Rudergeräts gegenüber dem Laufband
- Die Technik muss sitzen. Wer mit rundem Rücken und aus den Armen zieht, trainiert nicht nur schlechter, sondern riskiert Beschwerden. Die ersten Einheiten gehören der Reihenfolge, nicht dem Tempo.
- Es braucht Länge. 195 bis 272 cm im Betrieb – mehr als ein Laufband. Nur eben nicht dauerhaft.
- Weniger Alltagsübertrag. Wer für einen Lauf trainiert, übt auf dem Laufband die richtige Bewegung.
Vorteile eines Laufbands gegenüber dem Rudergerät
- Jeder kann sofort loslegen. Gehen und Laufen muss niemand lernen. Das senkt die Einstiegshürde auf null.
- Steigung als zweiter Reiz. Bis 15 % beim Smart T18 Pro – damit wird aus Gehen ein forderndes Training, ohne dass das Tempo steigt.
- Es überträgt sich nach draußen. Wer auf einen Lauf oder eine Wanderung hinarbeitet, übt die Bewegung selbst.
- Belastung über die Knochen. Genau der Stoß, der die Gelenke fordert, ist für den Knochenstoffwechsel ein Reiz – beim Rudern fehlt er.
Nachteile eines Laufbands gegenüber dem Rudergerät
- Der Aufprall. Bei Knieproblemen, Übergewicht oder nach einer Verletzung ist er der begrenzende Faktor.
- Gewicht und Platz. 94 bis 218 kg. Ein Laufband bleibt stehen, wo es steht.
- Körperschall zum Nachbarn. Der Tritt wandert über den Rahmen in die Decke darunter – das ist die häufigste Beschwerde in Mietwohnungen. Was dagegen hilft, steht ausführlich in unserem Beitrag Wie laut ist ein Laufband?
- Nur die Beine. Oberkörper und Arme trainieren nicht mit.
Für wen eignet sich was?
- Wenig Platz, Gerät soll wegräumbar sein: Rudergerät.
- Knieprobleme oder deutliches Übergewicht: Rudergerät – kein Aufprall.
- Ziel ist ein Lauf, eine Wanderung, mehr Kondition draußen: Laufband.
- Rücken und Haltung sollen mittrainieren: Rudergerät.
- Es soll ohne Einarbeitung funktionieren: Laufband.
- Mietwohnung mit Nachbarn unter dir: Rudergerät – oder Laufband mit Bodenschutzmatte.
Unsere Geräte im Überblick
Wasser-Rudergerät RA18 Lightning
29 kg, Aufstellmaß 195 × 51,8 × 52 cm, klappbar und senkrecht verstaubar, 16 Trainingsprogramme, bis 150 kg Benutzergewicht. Wasserwiderstand: Je stärker du ziehst, desto mehr Widerstand. → Zum RA18 Lightning
Rudergerät & Ergometer RA10 Pro
Zwei Geräte in einem – Rudern und Radfahren. 50 kg, 272 × 52,5 × 110 cm, klappbar, bis 150 kg Benutzergewicht. → Zum RA10 Pro
Rudergerät Magnetic Rower RA14
45 kg, 13 kg Schwungmasse, magnetischer Widerstand, bis 150 kg Benutzergewicht. Der Einstieg ins Rudern. → Zum RA14
Laufband Smart T18 Pro
1 bis 18 km/h, Steigung bis 15 %, 94 kg, Aufstellmaß 197 × 90 × 144 cm, klappbar, bis 150 kg Benutzergewicht. → Zum Laufband T18 Pro
Laufband Studio Pro T22
Das größte: 1 bis 20 km/h, 7 PS Dauerleistung, bis 180 kg Benutzergewicht, 218 kg Eigengewicht. Für dieses Gerät braucht es einen festen Platz – und einen tragfähigen Boden. → Zum Laufband T22
Dein Trainingsplan zum Mitnehmen
Für beide Bauarten gibt es einen 8-Wochen-Plan als PDF. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Alle Pläne im Überblick: Trainingspläne
FAQ: Häufige Fragen zu Rudergerät und Laufband
Was trainiert mehr Muskeln – Rudern oder Laufen?
Rudern. Beine, Gesäß, Rücken, Rumpf, Arme und Schultern arbeiten in einer Bewegung zusammen; man rechnet mit rund vier Fünfteln der Muskulatur. Beim Laufen liegt der Anteil deutlich niedriger, weil der Oberkörper vor allem stabilisiert.
Welches Gerät braucht weniger Platz in der Wohnung?
Im Betrieb das Laufband, dauerhaft das Rudergerät. Ein Ruderer ist im Betrieb länger (195 bis 272 cm), lässt sich danach aber klappen und teils senkrecht abstellen – bei 29 bis 50 kg auch von einer Person. Ein Laufband wiegt 94 bis 218 kg und bleibt stehen.
Ist Rudern schwer zu lernen?
Die Grundbewegung ja, aber sie ist schnell verstanden: erst die Beine drücken, dann den Rumpf öffnen, zuletzt die Arme ziehen – und in umgekehrter Reihenfolge zurück. Die ersten zwei, drei Einheiten sollten der Reihenfolge gelten, nicht dem Tempo. Danach läuft es von selbst.
Was ist besser bei Knieproblemen?
Das Rudergerät. Es gibt keinen Aufprall, und die Kraft wird über die gesamte Beinstreckung verteilt statt in einem Stoß. Beim Laufband lässt sich der Stoß durch Gehen statt Laufen und durch Steigung statt Tempo verringern, aber nicht ganz vermeiden.
Kann ich mit einem Rudergerät für einen Lauf trainieren?
Für die Ausdauer ja, für die Laufbewegung nein. Herz und Kreislauf profitieren unabhängig vom Gerät. Die Belastung von Sehnen, Bändern und Knochen beim Laufen übt aber nur das Laufen selbst – wer auf einen Lauf hinarbeitet, kommt am Laufband nicht vorbei.
Wie lange sollte eine Einheit dauern?
Für den Einstieg 20 bis 30 Minuten, drei- bis viermal die Woche. Beim Rudern lieber kürzer und technisch sauber als lang und mit rundem Rücken. Konkrete Vorgaben stehen in den beiden Trainingsplänen oben.