BMI-Rechner
Berechne deinen Body-Mass-Index und ordne ihn nach den WHO-Kriterien ein – mit ehrlichem Hinweis, wo der BMI seine Grenzen hat.
So rechnen wir
Der Grundumsatz (BMR) wird nach der heute gebräuchlichsten Mifflin-St-Jeor-Formel berechnet:
Männer: 10 × kg + 6,25 × cm − 5 × Alter + 5
Frauen: 10 × kg + 6,25 × cm − 5 × Alter − 161
Der Gesamtumsatz (TDEE) ergibt sich aus Grundumsatz × Aktivitätsfaktor (PAL 1,2 – 1,9). Für die Ziele rechnen wir mit ca. −20 % (Abnehmen), ±0 % (Halten) und +10 % (Muskelaufbau) auf den Gesamtumsatz. Die Werte sind Richtwerte und ersetzen keine ärztliche Beratung.
So rechnen wir
Die US-Navy-Umfangmethode schätzt den Körperfettanteil aus Körpergröße sowie Hals-, Taillen- (und bei Frauen Hüft-)umfang. Sie ist eine anerkannte, alltagstaugliche Näherung.
Ohne Maßband nutzen wir die BMI-Methode nach Deurenberg: Körperfett % = 1,20 × BMI + 0,23 × Alter − 10,8 × Geschlecht − 5,4 (Geschlecht: Mann = 1, Frau = 0). Beide Verfahren liefern Schätzwerte; für exakte Werte eignen sich Caliper oder DEXA.
So rechnen wir
Der Body-Mass-Index ist Gewicht (kg) geteilt durch die Körpergröße (m) zum Quadrat: BMI = kg ÷ (m × m)
Einordnung nach WHO: < 18,5 Untergewicht · 18,5–24,9 Normalgewicht · 25–29,9 Übergewicht · ≥ 30 Adipositas. Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse – sehr muskulöse Menschen werden überschätzt. Für mehr Aussagekraft kombiniere ihn mit dem Körperfett-Rechner.
So rechnen wir
Es gibt nicht das eine Idealgewicht. Wir zeigen den gesunden Gewichtsbereich aus dem Normalgewichts-BMI (18,5–24,9) für deine Größe sowie zwei klassische Formeln zum Vergleich:
Broca-Normalgewicht: Größe (cm) − 100
Devine-Idealgewicht: 50 (♂) bzw. 45,5 (♀) + 0,9 × (Größe − 152) kg
Sinnvoll ist eine Spanne statt einer starren Zahl – Körperbau und Muskelmasse spielen eine große Rolle.
So rechnen wir
Wir setzen das Eiweiß körpergewichtsbezogen an (Abnehmen 2,0 g/kg, Halten 1,8 g/kg, Aufbau 2,0 g/kg) und das Fett bei ca. 25 % der Tageskalorien. Die restliche Energie entfällt auf Kohlenhydrate.
Brennwerte: 1 g Eiweiß = 4 kcal, 1 g Kohlenhydrate = 4 kcal, 1 g Fett = 9 kcal.
Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Deine Eingaben werden nicht an uns übertragen oder gespeichert.
Woher der BMI kommt und wofür er gedacht war
Der Body-Mass-Index geht auf den belgischen Statistiker Adolphe Quetelet zurück, der im 19. Jahrhundert nach einer Kennzahl für ganze Bevölkerungsgruppen suchte – nicht für einzelne Menschen. Genau darin liegt bis heute seine Stärke und seine Schwäche: Für Statistiken über Millionen Menschen funktioniert er hervorragend, für die Beurteilung einer einzelnen Person ist er nur ein grober erster Anhaltspunkt.
Die WHO teilt in Untergewicht (unter 18,5), Normalgewicht (18,5 bis 24,9), Übergewicht (ab 25) und Adipositas (ab 30) ein. Diese Grenzen sind Konventionen, keine Naturgesetze – sie wurden aus Sterblichkeitsstatistiken abgeleitet und mehrfach angepasst.
Wo der BMI an seine Grenzen stößt
Der BMI kennt nur Größe und Gewicht. Er unterscheidet nicht zwischen Muskel und Fett, nicht zwischen breitem und schmalem Körperbau, und er weiß nichts darüber, wo das Gewicht sitzt. Ein Kraftsportler landet regelmäßig im Bereich Übergewicht, ohne ein Gramm zu viel Fett zu tragen. Umgekehrt kann jemand mit normalem BMI, wenig Muskulatur und viel Bauchfett stoffwechselgesund aussehen, ohne es zu sein.
Auch das Alter spielt hinein: Bei Menschen über 65 gelten leicht höhere Werte als günstig, weil eine kleine Reserve bei Krankheit von Vorteil ist. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Erwachsenengrenzen gar nicht anwendbar, dort arbeitet man mit alters- und geschlechtsspezifischen Perzentilen. Ergänze den BMI deshalb um das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße – liegt es unter 0,5, ist das ein gutes Zeichen – und um deinen Körperfettanteil.